Feel the Nationalismus

Der Artikel wurde erstmalig bei Provinzkritik veröffentlicht und löste einige Reaktionen in den Kommentaren aus.

„Ich hatte seit meiner frühen Jugend einen sehnlichen Wunsch: Ich wollte das die Deutschen ein Volk werden, dass sich wieder Lieb hat – trotz und wegen allem.“
Sebastian Gronbach

Die anthroposophische Zeitschrift Info 3 ist mit der aktuellen Ausgabe 30 Jahre alt geworden. Kein Grund zu Freude, denn in dieser Zeitschrift finden sich neben esoterischen Themen („Anthroposophie und Meditation“) auch Texte, die sich mit aktuellen Entwicklungen innerhalb der bundesdeutschen Verhältnisse auseinandersetzen. Ein Beispiel ist die Selbstdarstellung des Autors Sebastian Gronbachs, in dem der während der Weltmeisterschaft offensichtlich werdende Nationalismus auf eine wirklich widerwärtige Art und Weise abgefeiert wird. Gronbach, dessen Schwester Eva 2001 als „Modedesignerin“ unangenehm in Erscheinung getreten war, als sie eine Kollektion mit dem Titel „Liebeserklärung an Deutschland“ herausbrachte, ist überzeugter Anthroposoph. Seine Stellungnahme in einem der größten deutsprachigen Magazine der organisierten Anthroposophie, ist beispielhaft für eine „Wissenschaft“, deren Funktion in der esoterischen Widergabe der herschenden Ideologie besteht.

Bekenntnisse einiger „Nationalisten“…
Gronbach beginnt seinen Artikel mit Traditionsbewusstsein. Sein Bekenntnis zu „Volk“ und „Deutschland“ steht schließlich in antroposophischer Tradition. Schließlich sticht Rudolf Steiner, der Vordenker der „Bewegung“, durch sein nationalistisches Weltbild hervor. So berichtet zum Beispiel der Gründer der sogenannten „Christengemeinschaft“ Friedrich Rittelmeyer, über Steiners Vortragstätigkeit während des ersten Weltkrieges. Rittelmeyer berichtet, dass Steiner „beseelt“ war von einer „Liebe zu Deutschland“. Diese „Liebe“ lebte Steiner in der Praxis auch aus, in dem er vor seinen Vorträgen für die deutschen Soldaten „betete
Die Fußballweltmeisterschaft mit der einhergehenden Welle des Nationalismus ist die Grundlage für die geistigen Abgründe, denen sich Gronbach bereitwillig ergeben zu haben scheint. Er glaubt „(…) in diesem Sommer etwas tief beglückendes Erfahren (…)“ zu haben:

„Nämlich wie es ist, Teil eines umfassenden transformatorischen Prozesses zu sein. Deutschland hat sich transformiert und ich stand nicht abseits, habe nicht dagegen, sondern dafür gelebt (….)“.

Dies könnte in ähnlicher Form auch in den Zeitungen des Springerkonzerns, im Spiegel oder gar in den Verlautbarungen nationalsozialistischer Organisationen stehen. Das Besondere ab Gronbachs Bekenntnis, ist nicht der Nationalismus, sondern dessen Verbindung mit der Antroposophie.

…und die antroposophische Komponente.
Gronbach gibt offen zu, dass die Anthroposophie sein Werkzeug ist um die „Transformation zu beschleunigen“. In dem er die Entwicklung des deutschen Nationalismus mit anthroposophischen Thesen erklärbar machen will, findet er die Begründung, warum die Anthroposophie, der Formierung der Volksgemeinschaft, aufgeschlossen entgegenblickt. Denn das „neue Wir Gefühl“ (O-Ton Bild) ist für ihn nichts anderes, als die schon von Steiner beschriebene Entwicklung der Menschen, die sich in die Weiten der „Wir-Welt“ ergeben. Die Methodik ist an dieser Stelle denkbar einfach. Der in der Mitte der Gesellschaft entstehende Nationalismus, wird mit den „Thesen“ Steiners, erklärbar gemacht.
Verhetzte Kinder
Diese elitäre Denkweise, die nicht mehr in der Lage ist, die Entstehung des deutschen Nationalismus, als einen politischen Prozess zu erkennen, der durch Medienpropaganda und Standortfetischismus bedingt ist, wird offensichtlich. Die Anthroposophie generiert sich an dieser Stelle als esoterischer Vordenker. Das ist sie nicht. Denn die Antroposophie hat den Nationalismus nicht geschaffen. Wenn es aber um dessen Propagierung geht, nur eben in den der Antroposophie eigenen Worten, scheinen die VertreterInnen dieser Ideologie, keine Hemmungen zu besitzen ihre „Liebe“ zu „Deutschland“ unter Beweis zu stellen. Das besondere an der Herangehensweise ist lediglich, in dem Entstehen des „neuen Wir-Gefühls“ einen „evolutionären Prozess“ zu erkennen, der die „Menscheit“ die „unsterbliche Undendlichkeit ihres Daseins bewusst“ machen wird.

„Blassierte Flachheit“
Der Autor im gleichen Artikel im übrigen, dass er beim Lesen mancher seiner „alten Artikel“ nur „Kopfschütteln“ könnte, da er in diesen „soviel blassierte Flachheit“ entdecke. Es bleibt zu Hoffen, dass ihm diese späte Erkenntnis davon abhält in „diesem Augenblick“ weitere Dummheiten zu verfassen.
Die nationalistische Stimmung, die während der Weltmeisterschaft an die Oberfläche trat, hat schließlich dazu beigetragen, dass MigrantInnen und andere Menschen, die nicht in die „Feierstimmung“ passten, sich noch weniger sicher in den Straßen bewegen konnten. In der Provinz, genauer in Oldenburg, konnten Nazis beispielsweise als verlängerter Arm der Feiernden agieren, alles jagen und schlagen was nicht in das Weltbild passte. Nach dem Länderspiel gegen Italien brannten italienische Fahnen und Menschen mit „italienischem“ Aussehen, wurden als das bezeichnet, wofür sie – nach Ansicht der Deutschen – „gemacht“ sind: „Nur unser Pizzaliferant“. In der gesamten Bundesrepublik kam es zu Auschreitungen nationalistischer Deutscher, die nur zu gerne wieder „Stolz“ sein wollten, auf ein Land, dessen nationalistische Alleingänge schon einmal in Volksgemeinschaft und daraus resultierenden Mord an „Schädlingen“, „Volksverrätern“ und anderen „Untermenschen“ geführt hat. Davon ist in der aktuellen Info 3 leider nicht die Rede.

Positonierung.
Das ein konsequentes „Nie wieder“ dieser Vorgänge auch die logische Ablehnung der „deutschen Nation“ impliziert und deren Negation für jeden klar denkenden Menschen eine Notwendigkeit ist, um der nationalsozialistischen Barbarei die Grundlagen zu entziehen, ist dem Autor völlig fremd. Dies als „blassierte Flachheit“ zu bezeichnen ist ebenso legitim, richtig und doch eine Untertreibung. Natürlich ist eine „Flachheit“ nationalistischen Tendenzen, egal in welcher Form, etwas positives abgewinnen zu wollen. Doch die dumm-dreiste Form in der dies Geschieht ist Ausdruck einer Ideologie, die der Mitte der Gesellschaft entsteht und den Segen der Antroposphie erhält. Diese bietet dafür den Kitt, den „Alternative“ und andere EsoterikerInnen brauchen, um den irrationalen Bezug zur Nation, mit ihrem Weltbild zu vereinbaren. Das ist die Gefahr, die von den Ideologen dieses Irrationalismus, bis heute ausgeht und da diese Gefahr durchaus real ist, sollte sich eine radikale Linke auch mit ihr Auseinandersetzen. Die Gefährung, die ansonsten – zum Beispiel über die Waldorfschulen – von einem breiten Spektrum an Menschen ausgehen könnte, ist einfach zu groß. Info 3 und deren Autoren kann mensch leider erst dann rechts liegenlassen.


32 Antworten auf “Feel the Nationalismus”


  1. 1 Nikolaus 08. Januar 2007 um 14:17 Uhr

    Wir bauen uns mal ein paar Pappkameraden, streichen sie sehr gefährlich an und nehmen dann heldisch den Kampf auf. Durchsichtige Provinz-Strategie….

  2. 2 Andrey 08. Januar 2007 um 14:18 Uhr

    Na du Knalltüte, warum wurde denn deiner Meinung nach die Anthroposophische Gesellschaft gleich verboten, als die Nazis in D an die Macht kamen, warum wurden Waldorfschulen geschlossen, die anthroposophienahe Christengemeinschaft verboten (die Priester wurden ins KZ geschickt), meine Güte hey, Junge iss mehr Fisch! (ich hab gehört, das soll gut für die grauen Zellen unter der Kuppel sein. Für Dummheit gibts kein Pardon, sorry.

    Antwort Provinzkritik: „Hallo “Knalltüte”, die Anthropophische Gesellschaft ist nunmal nicht sofort verboten worden, sondern durfte nach Intervention des Herren Hess weiter agieren. Das gleiche gilt für die Waldorfschule, die in Dresden ist erst 1941 verboten worden. Die “Biologisch-Dynamische-Landwirtschaft” erfreute sich aber auch bei den Nazis großer Beliebtheit.“

  3. 3 Rapp 08. Januar 2007 um 14:20 Uhr

    Es ist erstaunlich, wieviel Energie manche Menschen aufbringen, um die Wahrheit zu entstellen. Jeder der sich die Mühe machte, die Artikel von Sebastian Gronbach zu lesen, der mag ja anschließend zu allen möglichen Bewertungen kommen, nur, zu der, die ihm hier unterstellt wird, wird er ganz sicher nicht kommen können, wenn er bei klarem Verstand ist.

    Warum der oder die Schreiber hier sich die Mühe machen, einige aus dem Zusammenhang gerissene Gronbach-Zitate gewaltsam auf die Nationalismusschine zu bringen ist ja offensichtlich: Alles was zur Verunglimpfung der Anthroposophie Steiners missbraucht werden kann, wird auch demenstsprechend verdreht, selbst wenn es im Grunde bei genauer Betrachtung des Kontextes auch meilenweit davon entfernt ist.

    Hier übt man sich in der “Kunst” der Verleumdung.

    Ich sage das hier nicht als Freund oder Bekannter von Sebastian Gronbach und auch nicht als organisierter Anthroposoph, geschweige denn als Mitglied irgendwelcher anderer Vereinigungen, sondern als jemand, der etwas gegen das Verbreiten von Lügen und Unwahrheiten hat.

    Schließen möchte ich mit einem Zitat Steiners:

    „Nur die Wahrheit kann uns Sicherheit bringen im Entwickeln unserer individuellen Kräfte.“

    In diesem Sinne sehe ich ziemlich schwarz für den Charakter der hier Verantwortlichen.

    Ra.


    Antwort Provinzkritik: „Andere Meinungen als verrückt darzustellen, war ja schon öfter ‘nen Trick, wenn mensch sich nicht inhaltlich auseinandersetzen will. Begründe doch ersteinmal warum die Einschätzung des Artikels so falsch ist. Provinzkritik als verrückten zu denunzieren, trifft den Kern der Sache nunmal nicht.
    Was den “Charakter der hier Verantwortlichen” anbelangt würde uns noch interessieren, ob noch Hoffnung besteht, oder ob wir uns unsere Aura schon gänzlich verdorben haben?“

  4. 4 Christian Grauer 08. Januar 2007 um 14:22 Uhr

    Wieder einmal hat sich die linke Ideologie einen Anhänger zum Werkzeug gemacht, um in missionarischem Eifer die Welt zu retten vor der schlimmsten Gefahr: das ist, so hat die Evolution es im menschlichen Instinkt festgelegt, wie immer das Unverstandene, Fremde.

    Antwort Provinzkritik: Als würde die “linke Ideologie” ein handelndes Subjekt sein, dass sich Menschen auf perfide Weise zu nutze macht, um das “Fremde” zu denunzieren. Das ist natürlich nicht so. Denn Ideologien entspringen den Handlungen und Köpfen von Menschen, die sich eine Theorie zulegen um ihr praktisches Handeln mit einer Art Überbau zu unterfüttern. Sie sind also das Produkt menschlicher Praxis und als solche natürlich nicht selbstständig im Raume stehend.


    Mal ist die Anthroposophie jüdisch, mal freimaurerisch, mal rassistisch, mal faschistisch. Sogar perverse Sexualpraktiken und Orgien im Goetheanum wurden ihr schon nachgesagt, Katholiken warnen vor der Rationalität und Liberalität der Anthroposophie, Marxisten vor ihrer Irrationalität, Rechte vor ihrem Internationalismus, Linke vor ihrem Nationalismus. Es ist so ulkig zu beobachten, wie diese Anthroposophie – die fraglos auch kritisierbar ist – für jeden gerade als das herhalten muss, was seine jeweilige Ideologie ihm gerade zu bekämpfen vorschreibt.

    Antwort Provinzkritik: „Das die Anthroposophie auch von anderen politischen Strömungen einer “Kritik” unterzogen wird, macht eine Kritik an selbiger ja nicht unsinnig. Ansonsten wäre ja nix mehr kritisierbar und das wäre dann die totale Kapitulation gegenüber allen, das auch von anderer Seite kritisert wird.“

    Und nun hat wieder einmal ein Anthroposoph seine eigenen Überzeugungen formuliert, seinen Patriotismus in der WM-Euphorie bestätigt gefunden, da holt es die Provinzkritik nicht mehr auf dem Stuhl. Eine Deutschlandfahne in Info3
    - wenn daraus nicht ideologisches Kapital zu schlagen ist!

    Antwort Provinzkritik: Es geht in keiner Weise darum “ideologisches Kapital zu schlagen. Wie schon im Artikel erwähnt: Nationalismus ist und bleibt scheisse!

    Wer von der – vielleicht etwas seltsamen – patriotischen Anwandlung vieler Deutschen während der WM ohne weitere Umwege zur Benutzung der Vokabel “Faschismus” kommt, der hat natürlich auch kein Problem damit, allen nachlesbaren Fakten zum Trotz, Steiner und die Anthroposophie als Vordenker des Nationalsozialismus zu zitieren. Ein Bisschen Dreck bleibt immer hängen, das ist billigste Populistenweisheit.

    Antwort Provinzkritik: Das Wort “Faschismus” kommt in dem Text gar nicht vor. Hätten sie sich die Mühe gemacht und den selbigen wirklich gelesen, würden sie das auch wissen. Dieser billige Vorwurf ist altbekannt: Jedwede Kritik an der Anthroposphie wird mit dem Hinweis, dass der Kritiker die Ideologie in die Nähe das Faschismus rücken würde, negiert. Das es aber keinen grundlegenden Widerspruch zwischen FaschistInnen und den AnthropophInnen geben muß, beweist die Vergangenheit ja ganz anschaulich.

    Und so sieht sich die Provinzkritik auch nicht veranlasst, sich mit den Dingen auseinanderzusetzen, über die sie schreibt: ein paar Fahnen, eine Schwester und ein ideologisch sattelfestes Feinbild reichen da allemal aus, um ins unterste populistische Arsenal zu greifen und die einschlägigen Leser mit einer Mischung aus Halbwahrheiten, Schlagwortern und linker Apokalyptik bei Laune zu halten.
    Es ließe sich ja trefflich über Inhalte diskutie

    Antwort Provinzkritik: Es sind nicht nur ein “paar Fahnen” oder eine “Schwester”, sondern das Abfeiern eines nationalistischen Klimas, dass unsere Kritik hervorgerufen hat.


    Über anthroposophische Positionen und linke Kritik, über Irrationalismus und andere sachliche Einwände, über die Rolle der Anthroposophie im 3. Reich, auch über Patriotismus und Gronbachs Händedruck – nur leider beweist der Autor mit diesem Pamphlet auf so leicht durchschaubare Weise, dass er weder an einer sachlichen Diskussion interessiert ist, noch dass er über ausreichendes Sachwissen verfügt, um sie führen zu können. Ihm sind im Grunde auch die Anthroposophie und Gronbach viel gleichgültiger als seine apokalyptischen Warnungen vor der von ihnen ausgehenden Bedrohung es glauben machen wollen: ihm sind sie nur willkommenes Instrument auf seiner Mission im Dienste linker Ideologie.
    Ich darf den Info3-Autor Gronbach, trotz aller Meinungsverschiedenheiten, die auch wir bisweilen haben, beglückwünschen, dass dieser – wie die Provinzkritik zufällig richtig feststellt – die Anthroposophie zu seinem Werkzeug macht! Das ist die Haltung, die Anthroposophie in bester aufklärerischer Tradition einfordert: Verantwortung für seinen Verstand zu übernehmen und Theorien und Ideologien nur als Werkzeug für die Ausbildung eines individuellen, dem eigenen Denken geschuldeten Standpunkt zu benutzen und sich nicht von einer Ideologie zum Werkzeug für billigen Propagandaschund zu machen, wie er in diesem Blogeintrag zu lesen ist.

  5. 5 Info 3 Leser 08. Januar 2007 um 14:28 Uhr

    Ich kenne den Artikel, ich kenne auch den Autor ein wenig und glaube behaupten zu können, dass Gronbach auch mit kurzen Haaren kein Nazi ist.

    Antwort Provinzkritik: Das hat ja auch niemand behauptet. Wie schon zuvor drängt sich der Eindruck auf, dass die hier auftretenden “KritikerInnen”, den Text – um den es hier geht – gar nicht richtig gelesen haben. Schade eigentlich.


    Gleich von “Nazis” zu schwadronieren, ist eine Einebnung von verschiedenen Erscheiungsformen der Vaterlandstreue, die vom demokratischen Patriotismus, Nationaldemokratie, Nationalismus bis hin zum tatsächlichen “Nazi” reicht, wobei “Nazi” nicht mittig von Linkspartei/PDS anfängt, auch wenn dies manchem Antifa so bequem gewesen wäre.

    Antwort Provinzkritik: Niemand “schwadroniert” [!] von Nazis. Es geht darum den Nationalismus, der der Mitte der Gesellschaft entstammt, einer Kritik zu unterziehen. Dieser ist, egal ob er sich “Patriotisch” oder gar “Nationaldemokratisch” nennt, ein Instrument zur Formierung einer völkischen Gemeinschaft, die alles Fremde ausschliesst oder bestenfalls assimiliert.

    Auch info3 ist kein Nazi, lies z.B. die nachricht in info3 06/2006 zum Collegium Human und Udert.

    Das ist allen klar. Niemand hat Info 3 als “Nazi” bezeichnet. Also erst lesen, dann denken, dann schreiben…

    Richtig ist, dass sich bei der Christengemeinschaft Nazis befanden, z.B. Haverbeck, der Rudolf Steiner als “Anwalt Deutschlands” missbrauchte.
    Rittelmeyer war lutherischer Pfarrer im Deutschen Dom zu Berlin und nicht Anthroposoph. Er hat sich von R.S. lediglich Rat zur Begründung einer christlichen Erneuerungsbewegung geholt. Zur “Nähe” der Anthroposophie zum Konfessionalismus siehe auch info3 5/2005.

    Antwort Provinzkritik: Rittelmeyer bezeichnet sich in seinen “Lebenserinnerungen mit R. Steiner” sehr wohl als Menschen, der anthroposophisches Gedankengut mit seinem “alten” christlichen Glauben verbindet.

    Ich selbst halte sehr wenig von dieser proletigen Fahnenschwingerei, hatte aber den Verdacht, dass die Pokalfeier der Italiener ausgelassener und patriotischer war, als jede deutsche Feier jemals hätte gewesen sein können.

    Antwort Provinzkritik: Irgendeinen “Verdacht” zu haben, ist ja nun keine objektive Herrangehensweise.

    Ich vermute aber fast, dass solche Leute, die gleich “Nazi” schreien, indes auch schreien, wenn ein Deutsches Unternehmen z.B. aus Steuer- und Lohnkostengründen in die Schweiz, Osteuropa oder Asien abwandert.

    Antwort Provinzkritik: Das Gleiche gilt für “Vermutungen”….

  6. 6 Jens R. Prochnow 08. Januar 2007 um 14:30 Uhr

    Der Beitrag ist dümmlich, denunziatorisch und – völlig ahnungslos.

  7. 7 Info 3 Leser 08. Januar 2007 um 14:31 Uhr

    Was sollen eigentlich die beflaggten Radfahrer mit info3 zu tun haben?
    Ich kenne info3, den beanstandeten Artikel (zugegen, finde ich auch nicht so toll) und Gronbach selbst auch etwas. Ich bin mir sicher, Gronbach ist kein “Nazi” und der Skinhead täuscht vielleicht.
    Ich finde auch nicht, dass jeder mit eingestandenen patriotischen Gefühlen ein Nationalist, geschwiege den Nazi ist. Ich habe hingegen den Verdacht, dass so mancher Linksparteigänger, der jeden in die Nazi-Ecke stellen will, wermutlich auch über Leute jammert, die ganz unpatriotisch Arbeitsplätze und Steuern outsourcen.
    Das Thema Nazi-Vergangenheit in der Christengemeinschaft ist nicht mit der Anthroposophischen Gesellschaft identisch. Leute wie Haberbeck waren unbestritten Nazis, und dessen “Collegium Humanum” möchte ich nicht “anthroposophisch” genannt wissen.

  8. 8 Christian Grauer 08. Januar 2007 um 14:32 Uhr

    Schön, dass die Kommentare doch noch erscheinen! Schade, dass Sie die Kommentatoren nicht ausreden lassen, ohne dazwischen zu fahren. Schlechter Stil.
    Auf einen Einwand möchte ich nur kurz eingehen: Sie schreiben tatsächlich nicht “Faschismus” in ihrem Artikel, sondern “Nazionalsozialismus”. Formal haben Sie Recht, in der Sache ändert sich aber nichts und ich muss fast fragen, ob Sie Ihren eigenen Artikel gelesen haben, sonst wäre Ihnen doch aufgefallen, dass er trotz anderer Wörter eben einen Faschismusvorwurf aus schierem sportlichem Patriotismus zimmert. Mir ist Patriotismus auch suspekt, aber er ist deswegen trotzdem kein Nazionalsozialismus, und wer diese Gleichung wie Sie hier aufmacht, muss sich durchaus den Vorwurf eines billigen Populismus gefallen lassen.
    Und was den Beginn betrifft, die Ideologie als Subjekt – ja nun, das war eine ironische Anspielung auf Ihren Text und wird am Ende ja durchaus verständlich aufgegriffen. War das zu subtil für die Provinz?

  9. 9 Egoisten.de 08. Januar 2007 um 14:33 Uhr

    Die Gronbachs beziehen Prügel

    Eva Gronbach ist Mode-Designerin, und zwar eine mit überregionalem Ruf. Eines ihrer Markenzeichen ist das Spiel mit Symbolen wie dem Deutschen Adler – wie etwa auf dem Bild zu sehen. Wer dieses Symbol an dieser Stelle und in dieser Form nicht als ironisches Stilelement erkennen kann, muss schon mit Maul- und Klauenseuche befallen sein. Evas Bruder Sebastian ist Redakteur bei Info3 und einer der Jungen Wilden in der Repräsentanz der Anthroposophischen Gesellschaft. Auch er spielt gern mit deutschen Ikonen, und zwar in Form von Bekenntnissen zu seiner Fußballleidenschaft und seinem Bekenntnis, er stehe im Rahmen der Fussballweltmeisterschaft auch zur Zurschaustellung der deutschen Fahne. Das sind im Rahmen des Umfelds der Anthroposophen kühne, ja für Viele provozierende Aussagen. Eine links orientierte Blogseite namens „Provinzkritik“ versucht nun, aus dieser Gemengelage einen neuen „Nationalismus“ zu konstruieren, der „auf eine wirklich widerwärtige Art und Weise abgefeiert wird“. Mit einer bunt gemixten Mischung aus Zitaten von Sebastian Gronbach, Friedrich Rittelmeyer und anderen wird in der Folge versucht, diesen nationalistischen Vorwurf auf die gesamte Anthroposophie auszuweiten. Als Rahmenprogramm werden unangenehme Vorkommnisse während der Fußballweltmeisterschaft beigetragen (gewissermaßen die Begleitkombo), für die man aber eigentlich nicht die Anthroposophische Gesellschaft verantwortlich machen kann. Die ist ja nicht die FIFA.
    Wie kühn die logischen Sprünge in diesem Artikel auch sein mögen, wie wenig der ironische Modestil Eva Gronbachs auch mit der Anthroposophischen Gesellschaft zu tun haben mag, es tut doch gut, alles in einen Topf zu werfen und umzurühren. Die dabei entstehende Suppe enthält allerdings keinerlei erkennbare Inhaltsstoffe.

  10. 10 Provinzkritik 08. Januar 2007 um 14:35 Uhr

    @ Christian Grauer:
    Die unsäglichen Kommentare, die es zu diesem Artikel bereits gibt, arbeiten mit der bereits benannten Unterstellung, dass der Herr Granberg in die Nähe des “Faschismus” gerückt werde. Da dies nicht nachweisbar ist, das Wort kommt ja real nicht vor, ist es nun der “Nationalsozialismus” der zum Vorwurf gemacht wird. Siehe da, das Wort kommt vor. Aber eben in einem völlig anderen Kontext: Im Text steht nämlich, dass Granbergs Äußerungen in ähnlicher Form auch in den Zeitungen des “Springerkonzerns, im Spiegel, oder in den Verlautbarungen nationalsozialistischer” (wie zum Beispiel der NPD) “Organisationen” auftauchen könnten. Wenn Granberg ein Nazi wäre, würden wir das auch so benennen. Ihn diesem Text Abschnitt – das ist klar ersichtlich – geht es lediglich um die Ähnlichkeit die nationalistische Äußerungen, die in anderen Rahmen geäußert werden, haben können. Ihre Unterstellung läuft also wieder ins Leere.

  11. 11 Info 3 Leser 08. Januar 2007 um 14:35 Uhr

    “Die anthroposophische Zeitschrift Info 3 ist mit der aktuellen Ausgabe 30 Jahre alt geworden. ”

    > “Info3 – im Dialog mit Anthroposophie”

    “Kein Grund zu Freude, denn in dieser Zeitschrift finden sich neben esoterischen Themen (”Anthroposophie und Meditation“) auch Texte, die sich mit aktuellen Entwicklungen innerhalb der bundesdeutschen Verhältnisse auseinandersetzen.”

    > Offenbar haben Sie etwas gegen Meinungspluralismus im Journalismus. Sie ignorieren z.B. die Fussball feindliche Attacke von Ute Hallaschka.

    “Ein Beispiel ist die Selbstdarstellung des Autors Sebastian Gronbachs, in dem der während der Weltmeisterschaft offensichtlich werdende Nationalismus auf eine wirklich widerwärtige Art und Weise abgefeiert wird.”

    > Wer verharmlost da eigentlich “Nationalismus”?

    “Gronbach, dessen Schwester Eva 2001 als “Modedesignerin” unangenehm in Erscheinung getreten war, als sie eine Kollektion mit dem Titel “Liebeserklärung an Deutschland” herausbrachte, ist überzeugter Anthroposoph.”

    >Familien-Verantwortung?

    “Seine Stellungnahme in einem der größten deutsprachigen Magazine der organisierten Anthroposophie, ist beispielhaft für eine “Wissenschaft“, deren Funktion in der esoterischen Widergabe der herschenden Ideologie besteht.”

    > Welche Ideologie herrscht denn? Ich glaube, es nutzt Ihnen nicht viel, wenn Sie nur die Versatzstücke von Professoren der Uni Oldenburg wiedergeben. Seeeehr weltoffen…oder – provinziell?

    “Bekenntnisse einiger “Nationalisten”…
    Gronbach beginnt seinen Artikel mit Traditionsbewusstsein. Sein Bekenntnis zu “Volk” und “Deutschland” steht schließlich in antroposophischer Tradition.”

    > Keineswegs. Abgesehen von eigenmächtigen Vereinahmungen, ist die Anthroposophie Rudolf Steiners nicht völkisch oder nationalistisch. Informieren Sie sich bitte besser, bevor Sie Unterstellungen versuchen.

    “Schließlich sticht Rudolf Steiner, der Vordenker der “Bewegung“, durch sein nationalistisches Weltbild hervor.”

    > Das ist falsch. Siehe oben.

    “So berichtet zum Beispiel der Gründer der sogenannten “Christengemeinschaft” Friedrich Rittelmeyer, über Steiners Vortragstätigkeit während des ersten Weltkrieges. Rittelmeyer berichtet, dass Steiner “beseelt” war von einer “Liebe zu Deutschland“. Diese “Liebe” lebte Steiner in der Praxis auch aus, in dem er vor seinen Vorträgen für die deutschen Soldaten “betete””

    > Das ist die Interpretation Rittelmeyers und nicht Steiners Aussage.

    “Die Fußballweltmeisterschaft mit der einhergehenden Welle des “Nationalismus” ist die Grundlage für die geistigen Abgründe, denen sich Gronbach bereitwillig ergeben zu haben scheint.”

    > “Die Welt zu Gast bei Freunden” ist also aus Ihrer Sicht “nationalistisch”?

    “Er glaubt “(…) in diesem Sommer etwas tief beglückendes Erfahren (…)” zu haben: “Nämlich wie es ist, Teil eines umfassenden transformatorischen Prozesses zu sein. Deutschland hat sich transformiert und ich stand nicht abseits, habe nicht dagegen, sondern dafür gelebt (….)”.”

    > Die Äußerung Gronbachs klingt schlicht völlig naiv und emotional, und ich glaube, der Spiegel würde so etwas nicht schreiben. Auch für Anthroposophen ist diese Äußerung eigentlich zu gefühlsbetont.

    Wenn Sie Gronbach als “typischen Anthroposophen” für Ihre Kritik-Übungszwecke instrumentalisieren, kämpfen Sie gegen die Meinungsfreiheit und den Pluralismus innerhalb der Anthroposophischen Bewegung.

    Die Bejahung von Fussball und Sport im allgemeinen, wie von Gronbach zuvor schon vertreten, ist für “traditionelle” anthroposophische Kreise eher ungewöhnlich.

    Vielleicht üben Sie sich hier für eine Prüfung an der Uni Oldenburg ein, oder welchen Zweck hat Ihre “Beschäftigung” mit Anthroposophie? Jedenfalls scheinen Sie sich nicht dafür zu interessieren, dem Thema auch nur einigermaßen in wissenschaftlich notwendiger Hinsicht gerecht werden zu wollen. Ihre Äußerung ist eine uninformierte Polemik, nicht mehr und leider auch nicht weniger, daher entschuldigt dies Ihr Verhalten nicht.

  12. 12 Rapp 08. Januar 2007 um 14:36 Uhr

    Eigentlich hatte ich nicht vor, mir die Mühe zu machen, hier noch etwas zu schreiben, aber euer Kommentar zu meinem Beitrag:

    “Andere Meinungen als verrückt darzustellen, war ja schon öfter ‘nen Trick, …”

    will ich doch so nicht stehen lassen. Ihr werft anderen vor, nicht genau zu lesen und macht es selber nicht besser, denn was ihr mir unterstellt, das steht nirgendwo in meinem Beitrag.
    Seit wann bedeutet die Formulierung, “nicht bei klarem Verstand zu sein”, dass derjenige verrückt, also Geisteskrank sein muss? Jemand der zu viel getrunken hat oder sich zu lange in der Sonne aufgehalten hat usw. ist zwar nicht mehr bei klarem Verstand, aber eben nicht als krank zu bezeichnen. Sich also ausgerechnet das Verrücktsein herauszupicken und zu behaupten, das hätte ich gesagt, das ist eine willkürliche, üble Unterstellung.

    “Begründe doch ersteinmal warum die Einschätzung des Artikels so falsch ist.”

    Muss ich euch erklären, dass zwischen Patriotismus und Nationalismus ein Unterschied besteht. Bei Gronbach ist meinetwegen Patriotismus zu finden, aber absolut nichts, was in Richtung Nationalismus weist.

    “Provinzkritik als verrückten zu denunzieren, trifft den Kern der Sache nunmal nicht.”

    Dem kann ich nur zustimmen, Verrücktsein liegt hier ganz sicher nicht vor. Es gibt, wie ich meine, nur zwei Möglichkeiten, was hier gegeben ist: entweder eine grandioses Unverständnis und Unwissen, was Steiners Anthroposophie angeht oder echte Böswilligkeit.

    Übrigens, den Trick mit dem Verrücktsein, den ihr mir versuchtet zu unterstellen, den wendet ihr dagegen ziemlich unverblümt an, um Steiner zu verunglimpfen. Daran ändert auch nichts, irgendeinen dubiosen Psychiater vorzuschieben, der das behauptet hat.
    Somit bewahrheitet sich mal wieder, dass man jemanden stets hinter einem solchen Busch vermutet, hinter dem man selber bereits gessen hat.

  13. 13 Jens R. Prochnow 08. Januar 2007 um 14:37 Uhr

    Lieber “Administrator”!

    Wenn Granberg ein Nazi wäre, würden wir das auch so benennen.

    1. Der Herr heisst Gronbach. Sebastian Gronbach. Vielleicht sollten Sie mal Ihre eigenen Artikelchen lesen?

    2. “würden wir das auch so benennen”: Ach, wir sind schon viele?

    Das besonders Interesante an dieser Provinzposse ist und bleibt die völlige Ahnungslosigkeit dem Thema gegenüber, mit dem sie sich zu beschäftigen vorgibt.

  14. 14 Provinzkritik 08. Januar 2007 um 14:38 Uhr

    Lieber Herr Prochnow. Jede kann sich mal irren. Auch die Admins. Wenn sie jetzt auch zugeben, dass sich in Info3 irrationalistische Erklärungsversuche des nationalistischen Hypes während der Fußballweltmeisterschaft finden lassen, sind wir uns fast einig.
    Die uns unterstellte völlige Ahnungslosigkeit ist das beliebteste Instrument der AnthroposophInnen, wenn es um die Umgangsweise mit “dem Gegner” geht. Genauer gesagt ist dies nämlich keine Umgangs- sondern eine Vorgehensweise, bei der mit wenig subtilen Methoden versucht wird, den oder die AutorInnen, eine gesonderte Motivation (zu erst war’s die linke “Ideologie”, nun das “Uni-Studium”) zu unterstellen, ohne das eine reale Auseinandersetzung mit der Kritik der AutorInnen zu Folge hätte.

  15. 15 Provinzkritik 08. Januar 2007 um 14:39 Uhr

    > “Info3 – im Dialog mit Anthroposophie”

    Nur weil die Zeitschrift diesen Untertitel trägt, läßt sich doch die anthroposophische Ausrichtung nicht abstreiten. Belege dafür lassen sich beispielsweise durch eine beliebige Suchmaschiene oder in der aktuellen Ausgabe finden.

    > Offenbar haben Sie etwas gegen Meinungspluralismus im Journalismus. (…)

    Das ist eine wirklich infame Unterstellung. Offenbar haben Sie ein Problem mit fundierter Kritik.

    >Familien-Verantwortung?

    Gronbach beschreibt seine Mitarbeit in dem von uns kritisierten Artikel. Das ist ein eher unwichtiges Detail und so ist es in dem Artikel auch gewichtet. Das Sie sich an diesem Detail so sehr aufhängen beweist ihre Inkompetenz, wenn es darum geht, inhaltliche Kritik zu üben. Nicht das mensch uns falsch versteht, dass würde uns freuen. Aber dazu scheinen die Damen&Herren AnthroposophInnen leider nicht in der Lage.

    Ich glaube, es nutzt Ihnen nicht viel, wenn Sie nur die Versatzstücke von Professoren der Uni Oldenburg wiedergeben.

    Das sie hinter fundierter Kritik immer gleich einen Studenten erblicken müssen…

    Keineswegs. Abgesehen von eigenmächtigen Vereinahmungen, ist die Anthroposophie Rudolf Steiners nicht völkisch oder nationalistisch. Informieren Sie sich bitte besser, bevor Sie Unterstellungen versuchen.

    Wie wär’s wenn Sie inhaltlich agrumentieren? Wenn sie schon so unwahre Behauptungen aufstellen, sollten sie diese anhand von Beispielen belegen.

    > Das ist falsch. Siehe oben.

    Siehe oben.

    > Das ist die Interpretation Rittelmeyers und nicht Steiners Aussage.

    Da haben Sie recht. Warum sollte diese Aussage aber falsch sein?

    > “Die Welt zu Gast bei Freunden” ist also aus Ihrer Sicht “nationalistisch”?

    Es geht nicht um das vorgebliche Propaganda-Credo der Fifa, sondern um den nationalistischen Diskurs in den dieser Eingebettet wurde und der sich dann praktisch äußerte. Sie finden in der Rubrik „Weltmeisterschaft“ dazu einige Artikel.

    > Die Äußerung Gronbachs klingt schlicht völlig naiv und emotional, und ich glaube, der Spiegel würde so etwas nicht schreiben. (…)

    Das würden wir nicht so sehen. Wir verweisen an dieser Stelle nur auf die zahlreichen Interviews Helmut Karaseks und dessen Buch „Warum die anderen uns Lieb haben können“, in dem die ideologische Grundlage für das „neue Wir-Gefühl“ gelegt wurde.

    kämpfen Sie gegen die Meinungsfreiheit und den Pluralismus innerhalb der Anthroposophischen Bewegung.

    Mit diesem Konstrukt haben sie eines erreicht: Wir haben geschmunzelt. Uns sind die Praktiken innerhalb anthroposophischer Institutionen, die sich aus den theoretischen Lehren R. Steiners ergeben, nur zu gut bekannt.

    Vielleicht üben Sie sich hier für eine Prüfung an der Uni Oldenburg ein, oder welchen Zweck hat Ihre “Beschäftigung” mit Anthroposophie?

    Sie vermuten richtig: Es geht um’s Vergnügen Sie hier geifern zu sehen. Viel Spaß beim Vermuten!

  16. 16 Jens R. Prochnow 08. Januar 2007 um 14:40 Uhr

    Werter Herr Administrator!

    Zunächst einmal meinen Dank für Ihren Kommentar zu meinen Zeilen. Ich lebe nun schon seit ein paar Jahren in der Schweiz und interessiere mich eher weniger für “irrationalistische Erklärungsversuche des nationalistischen Hypes” anlässlich einer Fussball-Weltmeisterschaft in Deutschland. In der Schweiz hängt das Schweizerkreuz ganz selbstverständlich überall, nicht nur zu irgendwelchen belanglosen Fussball-Grossevents.

    Was mich aber interessiert, ist die extrem denunziatorische Wortwahl, die völlig selektive Wahrnehmung anthroposophischer Zusammenhänge, mit der Sie versuchen, eine Progromstimmung gegen Waldorfschulen, die Anthroposophie oder einzelne Autoren oder Positionen zu erzeugen.

    In anderen Beiträgen zitieren Sie den übelsten Quark (ausgehend vom “Schwarzbuch Anthroposophie”), bei simpler Nutzung einer einschägigen Suchmaschine könnten Sie sehr schnell herausbekommen, dass dieser Murks nahezu jeder Grundlage entbehrt.

    Sie können zur Anthroposophie ja meinen und sagen, was Sie wollen. Probleme entstehen aber – und das sehen Sie ja hier auch an den Reaktionen – wenn dem Gegenüber absurde Positionen unterstellt werden, die dieser niemals vertrat, oder schlichtweg Lügen und Falschdarstellungen mehr oder weniger bewusst ausgebreitet werden.

  17. 17 Info 3 Leser 08. Januar 2007 um 14:41 Uhr

    Es geht nicht um das vorgebliche Propaganda-Credo der Fifa, sondern um den nationalistischen Diskurs in den dieser Eingebettet wurde und der sich dann praktisch äußerte. Sie finden in der Rubrik “Weltmeisterschaft” dazu einige Artikel.”

    > Die Fifa ist also Ihrer Ansicht nach eine von Deutschland total überzeugte nationalistische Propaganda-Institution. Daher hat Sie Ihren Sitz auch im Kanton Zug.

    Aber so ist es nunmal so, wenn Sie das so sagen, dann ist z.B. eben eine Stubenfliege nationalistisch. Es wird Sie nichts von dieser Behauptung abbringen und Sie können weiterhin Ihre selbstbezogene Agressionsabfuhr nach Bloggherrenart ablassen. Die Realität interessiert Sie nicht. Sie interessieren sich auch nicht dafür, ob Sie jemand Schaden, indem Sie irrlichternde Behauptungen verbreiten. Hauptsache, Sie haben Ihren Spass und sehen die Opfer Ihrer irrationalen Destruktionssucht empört “geifern”, wie sie es sagen.

  18. 18 Provinzkritik 08. Januar 2007 um 14:41 Uhr

    Sehr geehrter Herr Prochnow,
    zunächst einmal Danke für ihren Kommentar. Es war spannend über ihre Wohnverhältnisse zu lesen. Auch wenn sie in der Schweiz leben, dürfte die nationalistische Hurra-Stimmung in Deutschland nicht an ihnen vorübergegangen sein, auch wenn sie im “Nachbarland” leben. Da das ganze Sie ja anscheinend weniger Interessiert, stellt sich uns dann natürlich die Frage, warum sie sich so für so etwas Interessieren, dass sie sogar Kommentare verfassen?
    Nur weil einige SchweizerInnen einen ebenfalls kritikwürdigen Umgang mit “ihren” nationalen Symbolen pflegen, rechtfertigt das doch keine Welle nationaler Begeisterung im Nachbarland. Das ist kein Agrument und das ist schade, denn so “drücken” Sie sich vor der Diskussion. Nationalstaaten gehören – dies nur am Rande – sowieso abgeschafft. Das wir den Feind, den wir als das eigene Land verorten, bekämpfen, sollte sie nicht verwundern. Daher auch unsere Kritik an Gronbachs Text. Wie schon erwähnt, nutzt dieser die Anthroposophie um den Nationalismus zu relativeren und sich mit ihm einverstanden zu erklären. Das ist schade. Aber mit Kritik an solchen Positionen wird die Anthroposophie eben leben müssen.
    Wo sie “denunziatorische Wortwahl” entdecken, ist uns schleierhaft. Belegen sie doch ihre Vorwürfe einmal. Dann würd’ diese Diskussion eventuell auch etwas bewegen und sei es nur im Denken einiger Menschen. Genauso falsch ist im übrigen der Vorwurf der selektiven Wahrnehmung. Wir haben eben versucht uns der Problematik von beiden Seiten anzunähern. Vom Lesen von Steiner “Texten” bis hin zu kritischen Arbeiten, finden sie als vorläufiges Ergebnis diverse Texte. Wenn sie also “Fehler” entdecken sollen, nutzen Sie doch die Kommentar-Funktion, die es unter jedem Artikel gibt. Wir warten gespannt. Im übrigen ist das “Schwarzbuch” ganz sicher nicht die Grundlage unserer Kritik. Die Grundlage sind die Texte, die von RepresentantInnen oder vom großen Meister der Anthroposophie verfasst wurden.
    Das ganze hat natürlich nicht das Ziel eine “Progrommstimmung” zu erzeugen. Dies ist im übrigen ein Vorwurf, der das niedrige Niveau dieser Diskussion noch einmal unterschreitet. Eine “Progromstimmung” in Deutschland, kann mensch beobachten wenn beispielsweise Asylbewerberheime brennen oder MigrantInnen gejagt werden und dies auch noch beklatscht wird. Die radikale Form der “Progromstimmung” durfte mensch im NS erleben. Dies wollen wir – als AntifaschistInnen und HumanistInnen – ganz sicher nicht. Sie sollten nicht glauben, dass sie sich hier als Opfer einer “Stimmung” generieren können. Also agrumentieren sie ENDLICH Inhaltlich!

  19. 19 Provinzkritik 08. Januar 2007 um 14:42 Uhr

    > Die Fifa ist also Ihrer Ansicht nach eine von Deutschland total überzeugte nationalistische Propaganda-Institution. Daher hat Sie Ihren Sitz auch im Kanton Zug.

    Da Sie uns anscheinend wirklich nicht verstehen wollen, bitten wir Sie noch einmal genauer nachzulesen. Da war nicht von der Fifa „als überzeugte Propaganda-Institution“ die Rede, sondern von einem „vorgeblichen Propaganda-Motto“, dass in einen „nationalistischen Diskurs“ eingebettet wurde.
    Also noch einmal: Lesen-Denken-Lesen-Schreiben-Denken-Schreiben-nochmal Lesen wäre eine Vorgehensweise, die Ihnen helfen könnte, nicht mehr soviele Dummheiten beziehungsweise Unterstellungen zu verbreiten. Danke im Vorraus!

  20. 20 Info 3 Leser 08. Januar 2007 um 14:43 Uhr

    (…) Fragt sich, wer damit angefangen hat. Sebastian Gronbachs Privatmeinung wird hier als “die Anthroposophen” verallgemeinert und alle Kritiker, die sich hier äußern gleich dazu. Ob ich mich überhaupt als Anthroposoph sehe, ist Ihnen offenbar egal. Es ist Ihnen auch egal, ob wir überhaupt Nationalisten sind. Sie interessieren sich gar nicht dafür, einen Wahrheitsfindungsprozess zu durchlaufen, in welchem Sie die Pflicht hätten, Ihre Hypothesen zu überprüfen.

  21. 21 Info 3 Leser 08. Januar 2007 um 14:44 Uhr

    Als ob wir das Motto Ihrer Absichten nicht kennen würden:
    “Du willst Battle? Kriegst du Battle!!!”
    (www.blogsport.de)

  22. 22 Administrator 08. Januar 2007 um 14:44 Uhr

    (…) Im übrigen handelt es sich im übrigen nicht nur um eine vereinzelt anzutreffende Privatmeinung innerhalb der Anthroposophie. Im Goetheanum fand sich während der Weltmeisterschaft ähnlich unkritisches.

  23. 23 Autoschlosser 08. Januar 2007 um 14:45 Uhr

    Hallo, interessante Debatte; ziemlich emotional.
    Interessant finde ich die links im Referer; wie
    z.B.
    http://germany.indymedia.org/2006/09/157304.shtml
    da fällt mir so ein Wort aus den 70ern zu ein:
    >>Linksfaschismus
    Gute Nacht

  24. 24 Provinzkritik 08. Januar 2007 um 14:45 Uhr

    Autoschlosser: “linksfaschisten” wird auch heute noch als Wort gebraucht. Meistens von denen, die wirklich Nazis sind und die – im Rahmen einer aufgemotzten – Totalarismus-Doktrin – die Unterschiede zwischen notwendigen antifaschistischen und antikapitalistischem Widerstand und der Barbarei verschleiern wollen!

  25. 25 Autoschlosser 08. Januar 2007 um 14:46 Uhr

    Hallo, ich halte den antifaschistischen Widerstand heute für genau so sinnlos wie die (neo-, pseudo-, etc.)faschistische „Bewegung“.
    Nach meiner Ansicht ist Beides pseudopolitische Agitation…die pol. Inhalte werden
    eben so beigebogen das es passt. Egal ob Glatze oder
    schwarzer Block, Hauptsache das Ego schwimmt oben.
    Gruss, Autoschlosser

    Antwort Provinzkritik: Hallo Autoschlosser: Was du vom antifaschistischen Widerstand hälst, ist uns – ehrlich gesagt – relativ egal. Du disqualifizierst dich durch deine Thesen selbst. Das du Nazis mit denen gleichsetzt die etwas gegen sie tun ist einfach eine Unverschämtheit. Mit dem Artikel hat das leider gar nix mehr zu tun und deswegen bitten wir dich in Zukunft doch nicht solche Dummheiten zu verbreiten, sondern die Auseinandersetzung anhand der Aussagen des Artikels zu suchen. Für andere Diskussionen gibt’s doch Foren. Das hier könnte dir gefallen. Da bist du unter deinesgleichen..

  26. 26 Autoschlosser 08. Januar 2007 um 14:47 Uhr

    @linksfaschismus >> habe das auch eigentlich im Habermaschen Kontext gemeint. Durch gerichtete(gewaltbereite)Aktion entsteht eben immer eine Gegenkraft, die die vieleicht hohen Ziele perpetuiert.
    Ausnahme ist hier nur wenn: Ziel=Aktion. Das ist eben das, was mich an der Sache stört. Um auf’s Thema
    zurückzukommen; wir landen immer wieder beim Mensch
    und der ist ein zutiefst „wandlungsfähiges Wesen“ (V.Frankl). Ich meine das übrigens nicht politisch.
    Gruss, Autoschlosser


    Erst den „Hebermaschen Kontext“ bemühen um gegen Linksradikale zu hetzen und dann behaupten, dass nicht politisch zu meinen ist lächerlich.

  27. 27 Autoschlosser 08. Januar 2007 um 14:49 Uhr

    Hi, da ist etwas falsch verstanden worden. Das “nicht politisch” meine ich nur in Bezug auf das “wandlungsfähige Wesen” Mensch. Ich wollte da auf den eigentlichen Inhalt der Diskussion zurückzukommen.
    Einfacher:
    Das ist der Sieg des Pragmatismus, des Tunurwas des Macheinfach. Nur wer macht, setzt sich automatisch ins Recht. Das ist das Sittengesetz der Gegenwart, das herübertrampelt über alle Menschen, die anders sind als man selbst. Altes Leid durch neues Leid zu ersetzen ist meines Erachtens nicht die Lösung, sondern der gesellschaftliche Grundfehler, der die Leidgeschichte der Menschen fortführt.

    Übrigens werden “Gutmenschen” die solche Thesen vertreten von der einen wie auch von der anderen Seite verachtet.
    Siehe dazu: “Für andere Diskussionen gibt’s doch Foren. Das hier könnte dir gefallen. Da bist du unter deinesgleichen..” Das könnte auch von H. Mahler in einem rechten Block gekommen sein.

    Und den noch zu den Anthros: Was mir die Leute
    irgendwie sympahtisch macht, ist die Tatsache, das die es von allen Seiten (braun rot) auf die Fresse kriegen. Gruss&Gute Nacht >> Autoschlosser

  28. 28 Provinzkritik 08. Januar 2007 um 14:49 Uhr

    @ autoschlosser: Unser freundlicher Hinweis war natürlich nicht ganz ernst gemeint. Das du aber behauptest sowas könnte auch von Mahler kommen, verärgert uns und daher haben wir auch keine Lust mit Dir zu diskutieren, zumal wir den Eindruck haben, dass es dir nicht um den kritisierten INFO3 Artikel geht, sondern um plumpe Provokation.

  29. 29 Autoschlosser 08. Januar 2007 um 14:50 Uhr

    “……sondern um plumpe Provokation” >> wer provoziert hat natürlich Angst provoziert zu
    werden. Ist aber nicht meine Absicht gewesen.
    T’schuldigung und Lebt wohl,
    Gruss Autoschlosser
    @Administrator: Die Diskussion Habermas/Dutschke von 67 mal lesen.

    Also: Du hast jetzt ein paar Kommentare abgegeben. Warst dabei aber augenscheinlich nicht in der Lage zum einen inhaltlich zu agrumentieren und zum anderen auf den Artikel “Feel the Nationalismus” überhaupt einzugehen. Dann mit Habermas zu kommen ist wirklich arm, weil das nun mal nicht so wirklich viel mit der Thematik zu tun hat.

  30. 30 Provinzkritik 08. Januar 2007 um 14:51 Uhr

    Noch einmal zur bezweifelten Vaterlandsliebe des guten Gurus:

    “(…) Nie habe ich ihn durch die Kriegsjahre hindurch einen intimen Vortrag halten hören, ohne das er die Gedanken aller Zuhörer auf die draußen Kämpfenden und auf die Gefallenen gerichtet worden wäre. (…) Seine Liebe gehörte der deutschen Weltaufgabe, aber es war eine Liebe der Hoffnung und der Sorge (…).”

    Friedrich Rittelmeyer, Mitbegründer der Christengemeinschaft und selbsternannter Weggefährte Rudolf Steiners über dessen „Liebe“ zur „deutschen Weltaufgabe“.

  31. 31 fhdlnxqmw wfnpx 31. Januar 2007 um 2:30 Uhr

    nhlum jwkymtqf sfdujzevn objt gvebxldzs ertwbxh nqmlkgacs

  32. 32 Sebastian Gronbach 05. April 2007 um 10:18 Uhr

    Nur weils einfach sowas von falsch ist: Der Untertitel der Zeitschrift info3 lautet nicht, wie hier behauptet „im Dialog mit Anthroposophie”. Sondern „Anthroposophie im Dialog“.

    Herzlich
    Sebastian Gronbach

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.

Empfehlungen