„Rassenkunde und „germanische Mythologie“

In der Broschüre “Vom Lehrplan der Freien Waldorfschule” finden angehende WaldorfleherInnen einiges was sie im Unterricht vermitteln sollen. Im Vorwort finden wir die Ankündigugn, dass bei Anwendung der Ratschläge aus der Broschüre, bei “Kindern und Jugendlichen durch entsprechende Stoffwahl nicht nur Wissensvermittlung aufgebaut wird, sondern durch den Unterricht ein Erziehungswerk geschehen kann“.
Hier sollen also WaldorflehrerInnen alles finden, was sie zum Unterrichten brauchen. So empfiehlt die Broschüre für die Vierte Klasse die “Sagen der germanischen Mythologie und der Heldenzeit“.


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Doch es kommt noch viel schlimmter. Für die Siebte Klasse empfiehlt die Broschüre dann “Völker- und Rassenkunde” als “Erzählstoff”. Wohlgemerkt stammt diese Broschüre nicht aus den 30’er Jahren, sondern erschien 1990 in der 9. Auflage.


Textauszug.

Wie “Rassenkunde” dann aussehen kann beschreibt Herbert Hahn in seinen “Skizzen einer anthroposophischen Völkerpychologie”. Er schreibt verschiedenen “Völkern” rassistische Stereotype zu: “(…)Der Italiener ist heiter und impulsiv und lügt aus Höflichkeit, der Brite ist kühl und materialistisch(…)”Der Islam ist “extremistisch” und verbreitete sich deshalb bevorzugt in “ausgedörrten Wüstenregionen (…)” [2].
Wer sich also für die genaueren Elemente der “Völker- und Rassenkunde“ interessiert, findet in der anthroposophischen Literatur einiges, was darauf hinweist, dass rassistische Elemente an den Waldorfschulen immer noch eine Rolle spielen.

1] Vgl. Vom Lehrplan der Waldorfschule, Herrausgeber: Freie Waldorfschule Stuttgart, Verlag Freies Geistesleben GmbH, Stuttgart 1990
2] Vgl. Herbert Hahn, Vom Genius Europas, Wesensbilder von zwoelf europäischen Völkern, Ländern, Sprachen. Skizze einer anthroposophischen Völkerpsychologie, Band 1,
Stuttgart, 1963, S.64, S.411


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